Freitag, 10. Oktober 2014

Stress kommt nicht in die Tüte!

Hallo ihr Lieben,

in den nächsten ein, zwei Wochen fängt wohl fast überall in Deutschland das neue Semester an den Universitäten an. Meine Schwester beginnt ebenfalls zu studieren und da erinnere ich mich lebhaft an meinen Studienstart. Nach dem Abi war ich erstmal ein bisschen planlos und entschied mich dann schließlich für Französisch und Spanisch in Tübingen. Das war aufregend! Eine neue Stadt, neue Leute, die großen Uni-Gebäude, neue Themen... ich war aber mehr als einmal, trotz aller Euphorie, auch total überfordert - zu Anfang und danach immer wieder.
Was ich meiner Schwester daher vor allem raten möchte: Lass dich nicht stressen!


Mittlerweile, nach vier Jahren Studium, habe ich durchaus gelernt, mit Stress umzugehen. Aber ich erinnere mich nur zu gut an die Klausurphasen: Ich schlief schlecht, brach bei der kleinsten Kleinigkeit in Tränen aus, hatte Bauchschmerzen oder spuckte mein Frühstück direkt wieder aus. Rückblickend betrachtet kann ich allerdings sagen, dass ich noch ganz gut davongekommen bin - ich hatte Freundinnen, die sich in der Prüfungszeit regelmäßig Koffein- und/oder Schlaftabletten holten. Ist das nicht verrückt? So manches Mal dachte ich mir - das Studium macht reihenweise junge Leute krank. Warum lassen wir das zu? 
Im Leben durchlebt jeder Mensch immer wieder mehr oder wenige stressige Zeiten. Aber es gibt guten Stress, der einen antreibt und voranbringt, und eben schlechten Stress. Der einen ja eigentlich sogar lähmt! Ein Geheimrezept habe ich natürlich nicht, wie man mit (Uni-)Stress umgehen soll - denn das ist ja auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Aber für mich ist es vor allem wichtig, zu relativieren. Denn was mich stresst, ist oft die Angst, zu versagen. Und dann denke ich mir: Moment mal, was passiert denn im allerallerschlimmsten Fall (ich falle durch eine Klausur durch, das Essay ist nicht rechtzeitig fertig, usw.)? Das Leben geht doch weiter! 
Was mir außerdem hilft: Abende mit lieben Freunden, mit meiner Familie telefonieren, richtig kochen und das Essen genießen, an die frische Luft gehen... Serien schauen oder im Internet surfen hingegen sind eigentlich nicht so gut - das unterdrückt mein Stressgefühl nur, entspannt aber nicht nachhaltig. (Was mich natürlich nicht davon abhält :).) Was auch schön ist: Wenn man Menschen hat, die das gleiche durchleben und mit denen man sich austauschen kann. Zum Semesterbeginn verschenke ich gerne ein paar Kleinigkeiten an meine studierenden Freundinnen, um ihnen zu zeigen: "Stress kommt nicht in die Tüte." Und wenn doch - ich bin da. Gemeinsam sind wir stark!

Wie geht ihr mit blödem Stress um? Immer her mit euren Tipps!

Lasst es euch gut gehen - ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende,
eure Assata


Kommentare:

  1. Das ist eine süße Idee, liebe Assata. Da wird sich deine Schwester bestimmt freuen. Ich gehöre zum Glück zu der Sorte Mensch, die nicht so schnell gestresst sind, vielleicht weil in meinem Kopf auch immer der Gedanke sitzt: Dein Glück hängt nicht von diesem einen Moment ab. Wenn das nicht klappt, gibt es auch einen anderen Weg. Ich glaube viele Menschen relativieren zu wenig und nehmen viele Dinge zu wichtig. Aber wie du schreibst, das Leben geht dennoch weiter. Wenn mich abr doch mal der Stress packt (kommt natürlich auch vor), hilft mir ein Spaziergang an frischer Luft oder Joggen gehen.
    Liebe Grüße,
    Daniela

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  2. Die Idee ist sehr sehr süß!! Manchmal wünsche ich mir auch so eine Tüte :-) lg Frau P

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